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Benutzerfoto: Sancho

Sancho

Kompliment Sancho (26.06.2008) 5

Qyper machen sich auf den Weg, um die Natur zu erkunden. Nach der spannenden Kanufahrt auf der Diemel ist nun ein weiteres natürliches Denkmal an der Reihe, das sich nahe Trendelburg überraschend dem Besucher präsentiert: der Nasse Wolkenbruch.

Der Wolkenbruch ist ein Einsturztrichter, entstanden in langen Zeitabschnitten. Die Tafel vor dem Naturdenkmal erklärt dies so: der Boden besteht aus Buntsandstein, unter dem sich in etwa 1.200 Metern Tiefe ein Salzstock befindet. Grundwasser löste dieses Salz auf, und dieses aggressive Grundwasser wiederum den Sandstein, so daß immer wieder Hohlräume entstanden. Nach einiger Zeit stürzten diese ein, und durch Wiederholungen dieses Vorgangs stieg die Grundwasser-”Blase” nach und nach immer weiter nach oben.

Die heutige Form ähnelt der eines Kraters: ein steiler Krater mit bis zu 47 Metern Tiefe, zu einem Drittel mit Wasser gefüllt, umgeben von vielen, alten Bäumen geben diesem Ort eine fast unheimliche Atmosphäre. Der Klang von Tausenden Fröschen rundet diesen Eindruck ab. Hier gibt es nur einen Weg, der führt von der Straße hoch und um den Krater herum, und obwohl er relativ gut bewachsen ist, kommen hier tatsächlich viele Menschen vorbei. Der Waldboden ist feucht und fruchtbar, und es ist eine Freude, das nachmittägliche Sonnenlicht durch die Baumkronen hindurch zu betrachten, während man hier eine abkühlende Rast abhält; drum herum tümmeln sich Insekten oder schleimige Nacktschnecken.

Ein paar Hundert Meter weiter westlich befindet sich der Trockene Wolkenbruch, ein ähnlicher Trichter, der allerdings keinen Wasserspiegel hat. Wikipedia führt folgende Sage zur Entstehung der Wolkenbrüche an:

“Trendula, eine der drei Reinhardswald-Riesinnen und Namensgeberin der Stadt Trendelburg, war voller Missgunst gegenüber ihren Schwestern Saba und Brama. In einer unwetterheimgesuchten Nacht waren die beiden auf dem Rückweg von einem Besuch bei ihrem Vater, dem Riesen Kruko, zu ihren eigenen Burgen, als die hasserfüllte Trendula ihnen auflauerte und Bramba hinterrücks meuchelte. Seit Tagen schon gingen Wolkenbrüche und starke Gewitterregen in der Gegend der Mordstelle nieder und die gerechte Strafe ließ nicht lange auf sich warten: Ein Blitz erschlug die Mörderin und im Donnergrollen öffnete sich der Erdboden und verschlang Trendula.”

Ein wunderschönes Naturdenkmal, das man nicht so schnell vergißt.

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